Liebe(r) Besucher(in),

herzlich Willkommen auf den Webseiten von tettricks, der Hilfe nach erworbenen Hirnschäden.

Betroffene, Angehörige, Partner aber auch allen Interessierte werden auf diesen Seiten wichtige Informationen finden.

Die Grundidee dieser Website ist es in erster Linie, Betroffene mit erworbenen Hirnschäden und deren Angehörige/Partner ein Informationsportal zur Verfügung zu stellen, damit sie sich etwas besser im Dickicht an Informationen über Behörden, Wohnformen, Therapien, Hilfsangeboten etc. zurechtfinden.

Mit der großartigen Unterstützung meiner Frau habe ich 2006 als Betroffener mehrerer Schlaganfälle dieses Online-Portal ins Leben gerufen.

Neben den persönlich gelebten und gesammelten Erfahrungen plötzlich mit einer schweren Hirnschädigung Leben zu müssen, erklären Fachexperten auf Grundlage der von mir an sie gestellten Fragen, Aufgabengebiete ihrer Berufe und interessante Dinge, wie zBsp. die medizinisch berufsorientierte Rehabilitation, Therapieformen und vieles mehr.

Diese Seiten versuche ich, so gut wie möglich, aktuell zu halten. Ich hoffe, diese Webseiten helfen schnell die gesuchten Informationen zu finden.
Viel Erfolg beim Stöbern!


Neuigkeiten: Filmtipp WDR Mediathek

 

"Über mein Leben will ich selbst entscheiden"

© WDR März 2019, ein Film von Erika Fehse

Jürgen (50) ist nach einem Hirnstamminfarkt komplett gelähmt. Es geschah von einer Sekunde auf die andere. Aus dem sportlichen Mann wurde ein Schwerstbehinderter, der seither kaum mehr als den Kopf bewegen kann. Er war damals 36 Jahre alt.
Auch Harald (48) braucht rund um die Uhr Betreuung. Er leidet unter Multipler Sklerose. Die Krankheit verlief in Schüben, heute ist er bis zum Hals gelähmt.
Wenn Harald und Jürgen ihr Leben nicht mehr ertragen können, wollen sie die Freiheit haben, es zu beenden. Doch das wird nicht ohne fremde Hilfe gehen. Darüber, ob unsere Gesetze das zulassen, wird zurzeit heftig gestritten - auch vor Gericht.
Erst 2015 ist der Paragraph 217 StGB in Kraft getreten, der die "geschäftsmäßige" Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Er wendet sich vor allem gegen Sterbehilfevereine - möglicherweise aber auch gegen Ärzte, die einem langjährigen Patienten bei einem solchen Schritt helfen würden. Dem Palliativmediziner Benedikt Matenaer, Jürgens Arzt, würde dann Gefängnis drohen. Mit anderen Medizinern hat er daher Verfassungsbeschwerde gegen den § 217 eingelegt.
Und Harald hat sich an den Rechtsanwalt Robert Roßbruch gewandt, der seit Jahren für die Patientenautonomie am Lebensende streitet. Der hat für ihn ein todbringendes Betäubungsmittel beim Bundesinstitut für Arzneimittel in Bonn beantragt. Wird er es bekommen?
Harald und Jürgen, zwei Schwerstkranke, kämpfen darum, das Selbstbestimmungsrecht über ihr Leben zu behalten - wozu für sie auch gehört, dem Ganzen ein Ende setzen zu können. Beide haben Angst vor der Zukunft - aber wer weiß, was kommt? Jürgens Leben verändert sich völlig unerwartet. (Quelle: WDR 2019) Hier gehts zum Film...