nützliche Hilfsmittel

Kalender ohne Worte

Diesen Tipp habe ich von einem unserer Autoren mitgeteilt bekommen !!

"
Ein Kalender fast ohne Worte"
"...Den Pictogenda Termin-Kalender können auch alle Menschen benutzen, die nicht lesen und schreiben können:
Denn für jedes Wort gibt es ein Bild. ..."

 

SimSalaBim

interessantes Werkzeug innerhalb der Sprachtherapie
(verfasst für tettricks © 2018 Juliane Graf-Wegner)

Seit Februar dieses Jahres bietet kommhelp das Programm SimSalaBim3 als freie Software zum Download an.

SimSalaBim ist seinem Konzept entsprechend eigentlich ein Gruppen-Rate-Spiel. Jedoch stellt es darüer hinaus unter dem Motto "Wortfindung mal anders" eine wertvolle Bereicherung innerhalb der Aphasietherapie sowie Sprachtherapie bei Demenz dar, mit dessen Hilfe Wortfindung, Benennen und allgemeine sprachliche Aktivierung auf originelle und spaßbesetzte Weise trainiert werden können.

Der an Hans Rosenthals beliebte TV- Show erinnernde Programmablauf, ein hinterlegtes Foto wird kachelweise aufgedeckt, spricht auch und gerade geriatrische Nutzer und Patienten an. Die stete Bild(schirm)veräderung weckt Neugierde und Konzentration.
Das sich schrittweise aufbauende Bild forciert spontane Sprachproduktion auch zu Bilddetails (z.B. beim Foto "Rotes Rathaus" "Ah ja, die Uhr, ja, da oben.", auf dem Weg zum Zielwort gesprochen von aphasischer Patientin.)

SimSalaBim zeichnet sich durch Benutzerfreundlichkeit und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten aus.
Einerseits bietet das Programm selbst zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten wie z.B. Festlegung der Kachelgröße/ -anzahl oder ob das Aufdecken des Bildes manuell durch Mausklick oder automatisch erfolgen soll. Für kognitiv verlangsamte und aphasische Patienten empfehle ich, die Kacheln manuell anzuklicken, da der Prozess für den Therapeuten besser steuerbar wird und dem Patienten die Zeit gegeben werden kann, die er braucht, um ohne Zeitdruck im wahrsten Sinne zu Worte zu kommen.
Andererseits kann das Programm durch den Therapeuten angepasst werden, indem er für den einzelnen Patienten "maßgeschneiderte" Fotoordner erstellt, die dann je nach Übungsschwerpunkt genutzt werden.
Eigene Fotos sind besonders sinnvoll und empfehlenswert, da sie einen direkten Bezug zu Interessen, Vorlieben, zur persölichen Biographie herstellen. Mögliche Wortfindungsschwerpunkte können in der Aphasietherapie allgemein gängige semantische Felder sein, aber auch je nach Interessenslage beispielsweise Flaggen verschiedener Länder, Sehenswürdigkeiten der Heimatstadt, das Hobby betreffende Gegenstände usw..


Weitere Übungsbeispiele sind unter der Fragestellung "wo ist/ sind ・.・?" das Benennen von Orten und Training lokaler Präpositionen .



Wo ist Joschi? - HINTER
Wo ist Joschi? - IM
Wo ist Joschi? - UNTER





und unter der Fragestellung "Was macht・・.?" das Benennen von Vorgängen und Verben.


Was macht der Junge? - LESEN
Was macht der Junge? - Paddeln
Was macht der Junge? - SPRINGEN




.


Für die Sprachtherapie bei Demenz bieten sich unter der Frage "Weißt Du noch?" besonders eigene Fotos zu emotional bedeutsamen Ereignissen/ Urlaubsreisen usw. an.

"Weißt Du noch...?"

"Weißt Du noch...?"



oder unter Frage "Wer ist es?" Fotos nahestehender Menschen und Haustiere.

"Wer ist es?"

"Wer ist es?"


Der Phantasie und Gestaltungsmöglichkeit sind hier keine Grenzen gesetzt!

Weitere Informationen finden Sie auf der Webeite hier bei kommhelp e.V..


FOTOS:
Rotes Rathaus, kommhelp
übrige Fotos: Juliane Graf-Wegner

SCEENSHOTS:
mit freundlicher Genehmigung durch kommhelp e.V.