Über mein Leben will ich selbst entscheiden

© WDR März 2019, ein Film von Erika Fehse

Jürgen (50) ist nach einem Hirnstamminfarkt komplett gelähmt. Es geschah von einer Sekunde auf die andere. Aus dem sportlichen Mann wurde ein Schwerstbehinderter, der seither kaum mehr als den Kopf bewegen kann. Er war damals 36 Jahre alt.
Auch Harald (48) braucht rund um die Uhr Betreuung. Er leidet unter Multipler Sklerose. Die Krankheit verlief in Schüben, heute ist er bis zum Hals gelähmt.
Wenn Harald und Jürgen ihr Leben nicht mehr ertragen können, wollen sie die Freiheit haben, es zu beenden. Doch das wird nicht ohne fremde Hilfe gehen. Darüber, ob unsere Gesetze das zulassen, wird zurzeit heftig gestritten - auch vor Gericht.
Erst 2015 ist der Paragraph 217 StGB in Kraft getreten, der die "geschäftsmäßige" Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Er wendet sich vor allem gegen Sterbehilfevereine - möglicherweise aber auch gegen Ärzte, die einem langjährigen Patienten bei einem solchen Schritt helfen würden. Dem Palliativmediziner Benedikt Matenaer, Jürgens Arzt, würde dann Gefängnis drohen. Mit anderen Medizinern hat er daher Verfassungsbeschwerde gegen den § 217 eingelegt.
Und Harald hat sich an den Rechtsanwalt Robert Roßbruch gewandt, der seit Jahren für die Patientenautonomie am Lebensende streitet. Der hat für ihn ein todbringendes Betäubungsmittel beim Bundesinstitut für Arzneimittel in Bonn beantragt. Wird er es bekommen?
Harald und Jürgen, zwei Schwerstkranke, kämpfen darum, das Selbstbestimmungsrecht über ihr Leben zu behalten - wozu für sie auch gehört, dem Ganzen ein Ende setzen zu können. Beide haben Angst vor der Zukunft - aber wer weiß, was kommt? Jürgens Leben verändert sich völlig unerwartet. (Quelle: WDR 2019)


Hier gehts zum Film...

 

Verletztes Rückenmark irgendwann heilen (1.3.2016)

Leibniz-Preis für Bonner Molekularbiologen: Der Bonner Molekularbiologe Frank Bradke erhält den mit 2,5 Millionen Euro dotierten Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2016....hier gehts zum Video © 3Sat/Nano, 01.03.2016

 

Bin ich noch ich?

Bild
 

Absolut Sehenswert!

Eine Fernsehdiskussionsrunde des schweizerischen Fernsehens über das Thema Schädelhirntrauma und das Leben danach. *
*) © 04.02.2014 SRF "Club", 22:25 Uhr
Wer Schwiitzerdütsch versteht ist klar im Vorteil ;-)...


 


Sehr gute Vorlesung!


Ich finde seinen Vortrag genial! Dieser Vortrag sollte zur besten Sendezeit, um 20:15, anstelle der Tagesschau laufen. Und JEDER sollte sich selber und seinen Umgang mit seinen Mitmenschen mal kritisch hinterfragen !

Auch sollte man sich den Beitrag unter dem Aspekt "lernfähigkeit des Gehirns" angucken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nach meiner Hirnschädigung sich die Sachen am Besten neu erlernen/einprägen die von Erfolg gekrönt sind. Besonders Alltagsdinge, die man immer wieder ausprobiert und ausprobiert bis sie eines Tages klappen. Dabei sollte man sich allerdings nicht immer nur den Frust des nicht funktionierens holen. Die Ziele sollte man also nie zu hoch stecken. Denn Frust ist kontraproduktiv. Also Astronaut als neues Berufsziel wäre vielleicht nicht ganz so realistisch (zumindest bei mir) ;-) .