Experten
Nach einer Hirnschädigung oder schweren Erkrankung stellen sich viele Fragen, die über die medizinische Behandlung hinausgehen. Es geht um Rechte, Leistungen, Organisation, Wohnsituation und um Orientierung im komplexen Gesundheits- und Sozialsystem.
Die hier vorgestellten Fachbereiche möchten Betroffene und Angehörige unterstützen – mit fachlicher Kompetenz, klaren Informationen und konkreten Ansatzpunkten für den weiteren Weg.
An die Expert*innen geht ein dickes Dankeschön für die Unterstützung!
Anwalt für Sozialrecht
Fachanwälte für Sozialrecht unterstützen Menschen, wenn ihnen Sozialleistungen abgelehnt oder gekürzt werden. Durch gezielte rechtliche Prüfung im Widerspruchsverfahren lassen sich viele Konflikte bereits außergerichtlich klären. Ist eine Klage notwendig, erfolgt die Vertretung vor dem Gericht.
Beratung
Spezialisierte Beratungsstellen unterstützen Betroffene und Angehörige insbesondere beim Übergang von der Klinik in die Nachsorge. Sie informieren, begleiten und vermitteln passende Hilfsangebote. Eine frühzeitige Einbindung – idealerweise bereits vor der Entlassung – erleichtert Orientierung und Planung.
Berufe rund um das Gehirn
Nach einer Hirnschädigung begegnet man vielen unterschiedlichen Fachpersonen. Doch wer ist wofür zuständig? Berufe rund um das Gehirn wie Neurolog*in, Psychotherapeut*in oder Neuroradiolog*in werden anschaulich vorgestellt. So erhalten Sie einen klaren Überblick über Aufgabenbereiche, Zuständigkeiten und Behandlungsansätze.
Medizinrecht
Fachanwälte für Medizinrecht vertreten Patienten bei Verdacht auf Behandlungsfehler und unterstützen sie bei der Durchsetzung berechtigter Ansprüche. Sie prüfen sorgfältig die medizinischen und rechtlichen Voraussetzungen und schätzen Chancen sowie Prozessrisiken realistisch ein. Ziel ist eine engagierte, zugleich sachliche Vertretung im Arzthaftungsrecht.
Sozialdienst
Der Sozialdienst im Krankenhaus unterstützt Patienten und Angehörige bei Fragen zur Entlassung, Nachsorge und sozialrechtlichen Absicherung. Er koordiniert Hilfen, klärt Versicherungsfragen und begleitet Übergänge in Rehabilitation oder häusliche Versorgung. Dabei bewegt er sich zwischen individueller Beratung und den strukturellen Vorgaben des Gesundheitssystems.
Was ist ICF?
Die ICF („International Classification of Functioning, Disability and Health“) ist ein von der WHO entwickeltes Modell zur Beschreibung von Funktionsfähigkeit und Teilhabe. Sie betrachtet Gesundheit im bio-psycho-sozialen Zusammenhang und berücksichtigt neben körperlichen Faktoren auch persönliche und Umweltbedingungen. In der Rehabilitation dient sie als gemeinsame Grundlage für Zielplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Wohnraumanpassung
Bei Erkrankung oder Behinderung können bauliche Barrieren den Alltag erheblich erschweren. Wohnraumanpassungen und geeignete Hilfsmittel – von Haltegriffen über technische Assistenzsysteme bis zu Kommunikations- und Notruflösungen – ermöglichen mehr Sicherheit und Selbstständigkeit im eigenen Zuhause. Ziel ist es, die Wohnumgebung an die individuellen Bedürfnisse anzupassen und Teilhabe zu erhalten.
